Die Saison geht wieder los

und wir starten wieder komplett in den Spielbetrieb. Folgende Termine stehen im August und September auf dem Programm:

 

Am 27. August findet das erste Jugendtraining nach den Sommerferien statt. Wir beschäftigen uns mit den Wirkungen von Zügen. Was passiert eigentlich alles bei einem Zug? Ganz grob lassen sich Wirkungen einteilen in Angriffe bzw. Deckungen, das Räumen und Blockieren von Feldern sowie das Öffnen und Schließen von Bahnen (Reihen, Linien und Diagonalen). Im Anschluss besprechen wir einige Partien unserer Teilnehmer bei unserem Elo Sommer Open.

In den September starten wir mit einer Trainingseinheit zum Thema „Kandidatenzüge“. Worüber sollten wir eigentlich nachdenken im Laufe einer Partie? Welche Züge verdienen es tiefer analysiert zu werden? Wir schauen uns genauer an, was alles wichtig ist. Die Grundbegriffe kennen wir schon aus der Lektion über Wirkungen.

Nach dem Training geht es weiter mit dem ersten Blitzturnier der Saison 2025/26. Gespielt wird im Modus Jeder-gegen-Jeden und einer Bedenkzeit von 3 Minuten zuzüglich 2 Sekunden Inkrement.

Ebenfalls am 03. September endet die Anmeldefrist für die Vereinsmeisterschaft, die wir über die kommenden Monate in fünf Runden Schweizer System ausspielen werden.

Am Sonntag, den 07. September findet das Auftaktspiel unserer ersten Mannschaft statt. Wir empfangen zuhause die dritte Mannschaft des Godesberger SK. Wir wollen selbstverständlich mit einem Sieg in die Saison starten und beide Punkte in Hennef zu behalten.

Am darauffolgenden Mittwoch steht bei unserem Training der Aspekt der Faktoren des Schachspiels im Vordergrund. Darunter verstehen wir Kraft (im Wesentlichen Material), Raum und Zeit. Das Zusammenspiel dieser drei Punkte bildet zusammen mit den beiden vorherigen Übungen die Grundlage für eine ordentliche Partieanlage. Kraft, Raum und Zeit lassen sich in verschiedenster Weise gegeneinander austauschen. Ein Beispiel dafür sind sogenannte Gambits (Damengambit, Königsgambit, schottisches Gambit). Das sind Eröffnungen, in denen eine Seite Material gibt, um im Gegenzug Raum (im Zentrum) und Zeit (in Form von schneller Figurenentwicklung) zu erhalten. Genauer schauen wir uns das im Training an.

Das Training am 17. September steht ganz unter dem Stern des Doppelangriffs. Wir beginnen mit der einfachsten Form der Drohung und bauen auf der Lektion zu den Kandidatenzügen auf. Wichtig zu verstehen ist zunächst, was alles als Angiffsziel in Frage kommt. Das sind natürlich zu allererst der König – Schach ist bekanntlich die stärkste bzw. zwingendste Drohung, da sie immer beantwortet werden muss – und Material, aber auch wichtige Felder können, wenn sie unter Beschuss geraten schnell zum Problem werden. Sobald wir unsere Ziele ausfindig gemacht haben, gibt es noch folgende Fragen zu beantworten: Wie wertvoll sind der Angreifer und die Verteidiger (Punkteschema)? Sind der Angreifer und die Verteidiger gedeckt? Hat der Verteidiger eine Gegendrohung oder kann eine entsprechend gute Drohung aufstellen? Kann er die Doppeldrohung anderweitig entschärfen?

Anschließend findet die erste Runde der Vereinsmeisterschaft statt.

Für die zweite Mannschaft ist der 21. September gleichzusetzen mit dem Saisonauftakt in der Bezirksliga. Los geht es mit einem Auftaktspiel gegen die zweite Mannschaft des TTC Fritzdorf. Beide Mannschaften kommen gestärkt aus der Saisonpause und entsprechend sollte uns ein spannender Mannschaftskampf bevorstehen.

Nach dem Doppelangriff am vergangenen Mittwoch steht mit der Fesselung nun die zweite taktische Grundform auf dem Lehrplan. Was macht eine Fesselung aus? Was ist der Unterschied zwischer einer absoluten/echten und einer relativen/unechten Fesselung? Wir nehmen auch die andere Perspektive ein und fragen uns, wie wir eine Fesselung wieder aufheben können. Im Anschluss daran werden wir lernen, wie wir eine Fesselung ausnutzen können. In englischen Kommentaren hört man oft den Satz „Pin it to win it“, was so viel bedeutet wie: „Fessle eine Figur, um sie zu gewinnen“. Unter anderem betrachten wir den zweifachen/mehrfachen Angriff, den Angriff auf eine gefesselte Figur oder auf eine andere Figur, die auf die Hilfe des gefesselten Steins angewiesen ist, diese Hilfe aber aufgrund der Fesselung nicht bekommen wird.

Mit ein wenig Glück kann man die neu erworbenen Kenntnissen direkt im Anschluss an das Training beim Schnellschachturnier anwenden. Je nach Teilnehmerzahl werden entweder fünf Runden Schweizer System gespielt oder wir spielen vollrundig Jeder-gegen-Jeden. So oder so hat man pro Runde 10 Minuten zuzüglich 5 Sekunden zur Verfügung.

Wer am Mittwoch früh nach Hause muss, bekommt am Wochenende die nächste Chance seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Für die erste Mannschaft geht es zum Auswärtsspiel nach Brühl und deren zweiter Mannschaft. Auch am zweiten Spieltag wollen wir natürlich bestmöglich antreten und soviele Punkte wie möglich aus Brühl entführen. Gleichzeitig starten die dritte und vierte Mannschaft in die Saison. Die dritte Mannschaft unter Leitung von Fred Baumgarten empfängt zuhause die dritte Mannschaft der Schachfreunde Lohmar. Ein schwieriger Auftakt und doch müssen wir jede Gelegenheit nutzen, genug Punkte zu sammeln, um irgendwie den Klassenerhalt zu bewerkstelligen. Die vierte Mannschaft reist nach Swisttal um dort gegen die zweite Mannschaft des SK Heimerzheim anzutreten. Auch diese Aufgabe wird sicherlich nicht einfach werden, aber wir geben uns bestes.